Auswandern nach Kanada

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Kanada ist bei deutschen Auswanderern eines der beliebtesten Länder überhaupt. Nicht nur weil man hier viel höhere Jobchancen als in Deutschland hat, sondern auch wegen der Freundlichkeit der Menschen und wegen der schönen Landschaften und den atemberaubenden Städten lohnt sich das Auswandern nach Kanada.

Wichtig ist, dass Sie ein Visum und die Arbeitserlaubnis rechtzeitig beantragen. Bei der Jobsuche läuft vieles unproblematischer als in Deutschland. Häufig kann man nach Entdecken der Stellenanzeige direkt beim Arbeitgeber anrufen und einen Termin vereinbaren. Daher ist es auch viel einfacher, direkt vor Ort nach Arbeit zu suchen.

Das Auswandern nach Kanada dient für viele Menschen auch als Flucht vor der deutschen Bürokratie, denn die gibt es hier viel weniger. Doch ganz ohne sie kommt man auch hier nicht aus. Spätestens drei Monate, nachdem Sie in Kanada leben, brauchen Sie eine kanadische Krankenversicherung. Die Kosten sind dafür sehr gering. Um alle Risiken abzudecken, sollten Sie jedoch noch einige Zusatzversicherungen abschließen. Häufig werden diese vom Arbeitgeber mitfinanziert.

Praktisch beim Auswandern nach Kanada ist, dass der deutsche Führerschein anerkannt wird und man ihn für 30 kanadische Dollar umschreiben kann. Dafür wird sogar direkt vor Ort das passende Passbild gemacht. Sie können sich mit der Wohnungssuche Zeit lassen, denn Ferienhäuser, die als Übergangslösung dienen, kosten nur etwa 1.000 Dollar pro Monat. Haben Sie dann ein passendes Wohndomizil gefunden, ist dieses häufig bereits mit allen wichtigen Möbeln ausgestattet. Anders als in Deutschland kommt die Post in Kanada meistens nicht bis direkt ins Haus, sondern man muss zu einem Sammelbriefkasten laufen, den es für die ganze Straße gibt. Natürlich hat jeder dort sein eigenes Fach. In Kanada ist es zudem fast teurer, eine Wohnung oder ein Haus zu mieten, als sich eines zu kaufen. Daher ist auch der Mietkauf üblich. Allerdings empfiehlt es sich, zumindest für die ersten beiden Jahre ein Haus zu mieten. Die Miete für ein Drei-Zimmer-Haus beträgt etwa 800 Dollar pro Monat.

Seien Sie sich jedoch bewusst darüber, dass Kanada ein großes Stück von Deutschland entfernt liegt. In diesem Zusammenhang ist es einfacher, nicht den normalen Postweg zu wählen, um Kontakt mit den Lieben in der alten Heimat zu halten. Der Postweg nach Übersee ist teuer und muss lange Wege zurücklegen. Richten Sie sich auf jeden Fall ein E-Mail-Postfach ein und prüfen Sie den Posteingang täglich, dann sind die Informationen garantiert noch frisch. Auch mit einer Webcam lässt sich heute besser Kontakt halten als mit dem Telefon, da Auslandsgespräche ebenfalls recht teuer sind.

Ein jeder, der mit dem Gedanken spielt, eines Tages nach Kanada auszuwandern, wird sich vor dem geistigen Auge sicherlich auch einmal die folgende Situation ausmalen: Gemütlich im eigenen, robusten Blockhaus sitzen, den frisch geangelten Fisch über dem Lagerfeuer und im Zuge dessen einfach nur die Zeit genießen. Mit einer gründlichen Vorbereitung muss dieser Traum kein solcher bleiben!

Einwanderung nach Kanada

Die Einwanderung nach Kanada ist ganz klar geregelt. Kriterien für die Einwanderung können jeder Zeit eingesehen werden. Somit ist eine eigene Überprüfung bereits vor der Antragstellung möglich und empfehlenswert. Es existiert zum Beispiel ein Skilled Worker-Programm, welches die Einwanderung von Menschen mit gefragten Berufen regelt. Anhand des kanadischen Arbeitsmarktes ist eine Mindestpunktzahl festgelegt, diese muss der Einwanderungsinteressierte erreichen. Die individuelle Punktzahl setzt sich aus den Punkten von Berufserfahrung, Bildungsstand, Sprachkenntnissen, Alter, Verwandten und vorherigen Aufenthalten in Kanada zusammen.

Sollte ein Arbeitsangebot einer kanadischen Firma vorhanden sein, erhöht dies wiederum die Punktzahl enorm. Außerdem muss der Interessent am Skilled Worker-Programm vorweisen, dass er für eine gewisse Zeit finanziell für sich selbst sorgen kann. Die Summe beträgt zurzeit CAD 10.168 für allein stehende Personen. Für eine vierköpfige Familie beläuft es sich auf CAD 18.895. Zusätzlich müssen polizeiliche Führungszeugnisse aus allen Ländern vorgelegt werden, in welchen der Interessent nach seiner Volljährigkeit für länger als sechs Monate gelebt hat. Daraufhin erfolgt die Einwanderung in zwei Schritten. Zuerst kommt es zur Erteilung einer unbefristeten Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung.

Nach den ersten drei Jahren als „Permanent Resident“ ist es möglich einen Einbürgerungsantrag zu stellen. Noch nicht eingebürgerte Einwanderer haben Residenzpflicht. Wird dieser Residenzpflicht keine Folge geleistet, kann dies zur Entziehung des „Permanent Resident“-Status führen und somit zu einer Ausweisung in das Herkunftsland. Die Residenzpflicht besteht darin, dass Nachweise für vorgegebene Zeiträume in Kanada vorgelegt werden müssen, oder man mit einem kanadischen Staatsbürger verheiratet ist.

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