Auswandern nach Frankreich

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Wer als Deutscher oder anderer EU – Bürger nach Frankreich auswandern möchte, wird nicht auf große Hindernisse stoßen. Sollten Sie mit der Überlegung spielen oder sich bereits entschieden haben, so bieten sich Ihnen regional viele Möglichkeiten. Frankreich ist im Vergleich zu Deutschland ein großes Land mit jedoch relativ wenig Einwohnern. Es gibt zwei Extreme, die Frankreich ausmachen. Das sind zum einen Paris und einige andere große Städte und städtische Gebiete, wo ein ausgesprochen großstädtisches Leben gepflegt wird und mitunter eine gewisse Arroganz gegenüber der Landbevölkerung besteht. Auf der anderen Seite findet sich ein ausgeprägtes Landleben im „Land der Bauern“. Weiterhin gibt es klimatisch riesige Unterschiede zwischen dem grünen Norden, der wilden Atlantikküste, den Bergregionen und natürlich der Mittelmeerküste, wo sich zunehmend wohlhabende Städter niederlassen.

In Frankreich zu leben und zu arbeiten ist gar kein Problem. Als Deutscher bekommen Sie eine Steuernummer, und alle Abgaben inklusive der Kranken- und Rentenversicherung werden direkt vom Arbeitgeber abgezogen. Sie erhalten also nur den Nettolohn. Allerdings benötigen Sie eine Adresse, unter der Ihr Arbeitgeber Sie anmelden kann. Eventuell erworbene Rentenansprüche können problemlos nach Deutschland übertragen werden. Im Fall von Arbeitslosigkeit haben Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn Sie mindestens sechs Monate gearbeitet haben. Im Niedriglohnsektor gibt es eine Besonderheit in Frankreich, nämlich den Mindestlohn, auf Französisch „SMIC“. Er beträgt 10,25 Euro in der Stunde, wovon Abgaben noch abgezogen werden. Überstunden müssen höher vergütet werden.

Wer ein wenig Französisch spricht, wird freundlich aufgenommen werden. Sollten Sie fließend Französisch sprechen, werden Sie viel Lob und Freude ernten. Von den Franzosen sollten Sie hingegen niemals erwarten, dass sie andere Sprachen sprechen können.

Nach Frankreich auszuwandern ist kein Problem, wenn man ein Bürger der EU ist. Sie können auch ohne Weiteres in Frankreich arbeiten. Zunächst gibt es eine Aufenthaltsgenehmigung für drei Monate. Sobald dann aber ein Arbeitsvertrag vorliegt, der unbefristet ist und von dem die Probezeit auch schon bestanden wurde, bekommen Sie eine Aufenthaltsgenehmigung für zehn Jahre. Mit einer Bescheinigung der hauseigenen Bank, die besagt, dass Sie ohne Weiteres von dem dort angelegten Geld leben können, bekommen Sie eine Aufenthaltsgenehmigung für fünf Jahre.

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