Auswandern ABC

Bahamas Urlaub

Die Welt in Kontinenten

Auswandern! Haben Sie auch diesen Traum? Die meisten Menschen haben wahrscheinlich schon einmal mit diesem Gedanken gespielt. Er ist ja auch sehr verlockend. Einfach mal raus aus dem Alltagstrott, etwas anderes sehen und ein komplett neues Leben führen. Sich vielleicht sogar neu erfinden. Woanders neu anfangen.

Das ist ein schöner Traum. Aber er muss es nicht bleiben!

Wenn das Auswandern nicht nur Traum bleiben, sondern in die Tat umgesetzt werden soll, dann müssen Sie natürlich einiges beachten. Das ist ein großer Schritt, und diese Entscheidung sollte nicht aus einer spontanen Eingebung heraus getroffen werden. Planung und Recherche bilden den Grundstein zum Erfolg.

Damit Sie möglichst an alles denken und sich über Ihr Zielland schon im Vorhinein umfassend informieren können, haben wir diesen Ratgeber erstellt.

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Die 5 Topfragen rund ums Auswandern

Was sind Ihre Beweggründe für das Auswandern? Wenn Sie schön länger darüber nachdenken, diesen Schritt zu wagen, haben Sie sich wahrscheinlich schon für ein Land entschieden. Welche Einwanderungsbestimmungen hat Ihr Traumland? Welche Jobqualifikationen sind von Vorteil? Gibt es Mindestanforderungen, was die Sprachkenntnisse betrifft? Ohne die Sprache eines Landes zu sprechen, ist eine Integration so gut wie unmöglich. Deshalb hat ein Sprachkurs – am besten schon vorher – oberste Priorität.

Aktuell ist, neuesten Zahlen zufolge, die Schweiz das beliebteste Auswandererziel. Darauf folgen Österreich und die USA. In Bezug auf die beiden ersten Länder lässt das den Schluss zu, dass die meisten doch eine große Veränderung scheuen. Zumindest die Sprachbarriere würde hier wegfallen.

Information rund ums Auswandern ist alles!

Sollte Ihr Traum vom Auswandern geprägt sein von dem Wunsch nach einem besseren Klima, wird es Sie vermutlich eher gen Süden ziehen. Hier gilt es, wie auch bei allen anderen Auswandererzielen, sich vorher über ärztliche Versorgung, Versicherungen und auch über das Sozialsystem zu informieren. Auch im Ausland ist nicht alles Gold, was glänzt, und in eine finanzielle Notlage kann man schnell geraten. Deshalb ist eine finanzielle Rücklage oder anderweitige Absicherung unbedingt sinnvoll.

Durch das Internet kann man sich von Deutschland aus über eine zukünftige Arbeitsstelle, eine in Frage kommende Wohnung, Einkaufsmöglichkeiten und bei Bedarf auch Kindergärten und Schulen informieren. Zum zukünftigen Heimatland sollte man definitiv einen Bezug haben, das Eingewöhnen wird einem dadurch enorm erleichtert. Mit dem Kulturkreis und den Gepflogenheiten Ihres Wunschziels sollten Sie sich auch vorher vertraut machen, damit Sie beim Start in Ihr neues Leben keine unangenehmen Überraschungen erleben.

Wohin Auswandern?

Viele Menschen sind des Lebens bei uns in Deutschland nach vielen Jahren überdrüssig. Sauer auf die Politik, das System oder die Gesellschaft, steht am Ende der Wunsch nach einer radikalen Änderung – dem Auswandern.

Kennen Sie schon Ihr Auswanderziel?

Wenn Sie schon ein konkretes Land im Auge haben, ist es etwas einfacher mit dem Auswandern, denn Sie ersparen sich dadurch natürlich eine zeitaufwendige Recherche nach einer geeigneten Wahlheimat. Lassen Sie sich jedoch auf keinen Fall von einem schönen Urlaub, den Sie dort einmal verbracht haben, in die Irre leiten. Ein schöner Urlaubsort muss noch lange keine gute Wahlheimat sein.

Wie viele Autos haben Sie im Urlaub gekauft und bei der dortigen Zulassungsstelle registriert bzw. versichert? Oder haben Sie im Urlaub einmal bei der ortsansässigen Bank vorgesprochen, um ein Konto zu eröffnen? Sicherlich nicht!

Es empfiehlt sich daher, einen längeren Aufenthalt (mindestens vier Wochen) in seiner künftigen Wahlheimat zu verbringen und den Alltag zu simulieren. Das könnte wie folgt aussehen:

  • Ziehen Sie in ein Ferienhaus / Ferienwohnung und versorgen Sie sich selbst
  • Suchen Sie eine Wohnung oder versuchen Sie ein Haus zu kaufen
  • Wenn Sie keine Rente beziehen und nicht schwer vermögend sind, suchen Sie nach einem geeigneten Job

Simulieren Sie probeweise weitere alltägliche Situationen, als wären Sie in Deutschland. Dies könnten z. B. Autokauf, Bankgeschäfte, Versicherungsangelegenheiten, Amtsgänge oder ein Arztbesuch sein. Sie müssen dabei nicht wirklich etwas kaufen oder abschließen. Diese Dinge dienen lediglich der Daten- und Eindruckssammlung, damit Sie schon einmal wissen, wie es im Ernstfall tatsächlich läuft und wo Gefahren und Tücken lauern können.

Welche Länder für Ihre Auswandern am ehesten infrage kommen und welche Besonderheiten das jeweilige Land aufweist, all das erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

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Die Auswanderung optimal vorbereiten

Auch wenn es in diversen TV-Formaten und Reportagen immer wieder kolportiert wird – komplett ohne Geld wird das Auswandern nicht funktionieren. Ein Start im neuen Land ist mit einer gewissen finanziellen Rücklage sehr viel einfacher machbar. Wer dennoch so günstig wie möglich auswandern will, der sollte sich im Vorfeld über die Jobaussichten im Zielland informieren.

Besonders gut ist es, schon vor der Abreise einen Arbeitsvertrag in der Tasche zu haben und den neuen Arbeitgeber eventuell davon zu überzeugen, dass dieser einen Teil der Umzugskosten übernimmt. Die Bereitschaft dazu könnte vor allem in den klassischen Auswandererländern gegeben sein (USA, Kanada, Skandinavien). Schwieriger wird es beim Umzug in ein Entwicklungsland, hier können die Nerven schon mal auf harte Proben gestellt werden. Nicht zu schweigen davon, dass die Arbeitssuche komplizierter sein kann.

Was muss zum Auswandern alles organisiert werden?

Die Organisation einer Auswanderung ist mit viel mehr Aufwand verbunden als einfach nur einen Flug zu buchen oder eine Autofahrt zu organisieren. Vor allem werden zunächst einmal einige Behördengänge auf Sie zukommen. Das kann insbesondere für denjenigen zur Herausforderung werden, der die Landessprache des Ziellandes nicht oder nur rudimentär spricht.

Der größte Posten, welcher gut organisiert sein will, ist unzweifelhaft der Umzug. In der Regel ist dieser nicht in Eigenregie zu bewerkstelligen. Daher sollten Sie ein Umzugsunternehmen zurate ziehen, das bereits nachweislich Erfahrung mit Umzügen ins Ausland besitzt. Einträge in Foren und auf Social Media Plattformen können Aufschluss darüber geben, ob frühere Kunden mit den Leistungen des Unternehmens zufrieden waren.

Im Gepäck werden die meisten nicht nur einige wenige Kleidungsstücke mitnehmen, sondern auch wertvolle Gegenstände. Deshalb kann es sinnvoll sein, das Gepäck zu versichern. Um die Kosten dafür abzuschätzen, gibt es im Internet Hilfe.

Auswandern in eines der klassischen Auswandererländer in Nordamerika oder Nordeuropa (oder auch Spanien) kann vergleichsweise einfach und kostengünstig sein. Auch deshalb, weil es spezialisierte Organisationen gibt. Wer diese Hilfe nicht annehmen kann oder möchte, für den ist besonders viel Eigeninitiative gefragt und die Fähigkeit, auch den ein oder anderen Rückschlag auf dem Weg ins neue Leben wegzustecken.

Auswandern gut planen

Wer allein oder mit seiner Familie auswandern möchte, sollte zumindest mit der groben Planung seiner Auswanderung schon lange im Voraus beginnen. Diese unterteilt sich für gewöhnlich in drei Phasen:

  • Die Vorabplanung ist wohl eher noch die entspannte Phase, in der Sie sich erstmal Gedanken darüber machen, wann und wohin Sie überhaupt auswandern möchten. An dieser Stelle entsteht für viele überhaupt erst der Traum vom Auswandern.
  • In der zweiten Phase geht es dann darum, der ganzen Geschichte Struktur zu geben. Etliche Berechnungen der finanziellen Lage werden angestellt, es werden mehr und mehr Informationen zu dem von Ihnen auserkorenen Land zusammengetragen, Familie und Freunde werden so langsam in die Pläne eingeweiht.
  • Die Umsetzung Ihrer Pläne geschieht in Phase drei. In dieser Phase geht es so zusagen in die Vollen, und der Tag der Auswanderung ist im Prinzip schon festgelegt. Die benötigten Dokumente und Unterlagen werden zusammengetragen, übersetzt und beglaubigt, es wird Kontakt mit der Botschaft aufgenommen. Bestehende Verträge wie etwa Mietvertrag und Versicherungen werden auf Kündigungsfristen gecheckt, und man stellt sich schon einmal so langsam auf sein neues Zuhause ein. Das beinhaltet selbstverständlich auch das Erlernen der Sprache.

Zu welcher Auswanderer Gruppe gehören Sie?

Wie Sie dann Ihre Planung im Detail gestalten, liegt am Ende bei Ihnen und ist maßgeblich davon abhängig, in welcher Situation Sie sich befinden. Man kann aber grundsätzlich zwischen drei Gruppen unterscheiden.

  • Auswandern mit der Altersrente: Da können Sie ganz entspannt Ihren Lieblingsurlaubsort zu Ihrem neuen zu Hause machen. Deutsche Rentner sind in vielen Ländern gern gesehen Mitbürger. Aber auch hierbei sind einige Dinge zu beachten.
  • Auswandern mit festem Jobangebot: In diesem Fall können Sie sich ebenfalls glücklich schätzen, denn das Problem mit der Einkommenssicherung ist für das Erste schon einmal geklärt. Auch hilft Ihnen in vielen Fällen der neue Arbeitgeber bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft und kümmert sich zum Teil auch um die Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung.
  • Auswandern ohne zukünftig gesichertes Einkommen: Hier hat man es besonders schwer, das Startkapital sollte bedeutend größer ausfallen und das Erlernen der ohnehin schon wichtigen Sprache gewinnt noch einmal so viel an Bedeutung.

Es gibt sicher auch noch Personengruppen, die dazwischen liegen, wie z. B. Freiberufler und Künstler oder Menschen, die in irgendeiner anderen Form Ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Was Sie bei Ihrer Auswanderung grundsätzlich beachten sollten

Wenn Sie darüber nachdenken auszuwandern, sollten Sie sich von Anfang an im Klaren darüber sein, was diese Entscheidung für Konsequenzen mit sich zieht und was alles auf Sie zukommen wird.

Warum wollen Sie auswandern? Diese Frage sollten Sie sich als erstes stellen, denn wenn Sie denken, woanders sei alles besser als in Deutschland, sollten Sie wissen: Das stimmt so nicht! Zutreffend ist aber, dass es in anderen Ländern definitiv anders zugeht als in Deutschland. Dies beinhaltet Punkte wie Kriminalität, Korruption, Armut, Ausländerfeindlichkeit, mentale und gesellschaftliche Unterschiede uvm.

Auswandern bedeutet auch aufgeben! Das sollte Ihnen bewusst sein, denn Ihr Haus, Ihre Freunde, Bekannten und Arbeitskollegen und wahrscheinlich auch einen großen Teil Ihrer Familie werden Sie nicht mitnehmen können. Da ist ein kleiner Anflug von Heimweh beinahe vorprogrammiert.

Haben Sie Kinder, die mit auswandern? Kinder sind in der Regel überall auf der Welt schulpflichtig. Und selbst wenn dem nicht so wäre, ist Ihnen als Eltern ganz sicher an einer guten Ausbildung Ihrer Kinder gelegen. Wandern Sie in die USA oder nach Kanada bzw. Australien aus, so stellt das für gewöhnlich die geringsten Probleme dar. Anders sieht die Sache jedoch in Ländern der Zweiten und Dritten Welt wie z. B. Paraguay aus. Es gibt dort zwar auch Schulen, doch sind diese mit weit schlechterem Lehrpersonal besetzt. Daher werden die Abschlüsse aus diesen Schulen kaum in einem anderen Land richtig anerkannt.

Ähnlich ist es auch in Thailand, hier gibt es aber zumindest einige qualifizierte internationale Schulen, die jedoch ein kleines Vermögen an Schulgeld verlangen. Generell sollten Sie sich bereits im Vorfeld über die Kosten für die Schule und Ausbildung Ihrer Kinder im Zielland informieren.

Mehr Zeit für die Familie?

Immer wieder hört man, dass in kaum einem anderen Land der Welt so viel gearbeitet werden muss wie in Deutschland. In Deutschland kommt durch die ständig steigenden Lebenshaltungskosten und die dabei gleichzeitig sinkenden Löhne kaum eine Familie ohne ein zweites Einkommen wirklich gut über die Runden. Da liegt es doch nahe, in ein Land auszuwandern, wo das Leben noch im Vordergrund steht, um so mehr Zeit für sich und seine Familie zu haben. Aber: Seien Sie sich der Tatsache bewusst, dass Sie als Ausländer in einem fremden Land anfangs gleich doppelt so hart arbeiten müssen, um auf einen grünen Zweig zu kommen. Es wird Ihnen garantiert nichts geschenkt werden, und eine soziale Absicherung, wie Sie sie aus Deutschland kennen, gibt es in diesem Umfang nur in den wenigsten Ländern.

Die Probleme einfach hier lassen?

Auswandern löst ganz bestimmt keine Probleme! Im Gegenteil – man nimmt all seine Probleme mit und es kommen in der Regel auch noch neue dazu. Nur für den Fall, dass Sie Auswandern wollen, um vor Ihren Schulden zu fliehen oder um Beziehungs- bzw. Eheproblemen zu entkommen, verschafft Ihnen eine Auswanderung sicherlich eine gewisse Distanz. Doch die Probleme lösen Sie damit keinesfalls.

Ihre körperliche Verfassung, sprich ihr Gesundheitszustand, kann massiv entscheidend für ihre Wahlheimat sein. Wenn sie also auf gute und regelmäßige ärztliche Versorgung angewiesen sind, sollten Sie auf jeden Fall die Gesundheitsversorgung im Land einmal genauer unter die Lupe nehmen. Innerhalb Europas, USA / Kanada und Australien / Neuseeland (eine entsprechende Krankenversicherung vorausgesetzt) brauchen Sie sich überhaupt keine Gedanken machen. Ganz anders sieht es auf dem südamerikanischen Kontinent aus. Man kann zwar nicht behaupten, dass die Krankenversorgung dort generell schlecht ist. Auch hier gibt es gute und durchaus sehr qualifizierte Ärzte, doch sind diese dann meist quer über ein ganzes Land verteilt.

Auch in Thailand z. B. ist es so, dass man eigentlich nur in den Touristenhochburgen eine sehr gut ärztliche Versorgung vorfindet. Anders als in Deutschland, wo Sie in jeder Kleinstadt gleich eine ganze Ansammlung von Ärzten finden, haben Sie dort meist nur einen Arzt verfügbar (wenn überhaupt), dem Sie Ihr Vertrauen schenken können. Obendrein ist es fraglich, ob in einem Notfall gleich ein Rettungshubschrauber für Sie bereit steht, und die Fahrzeiten der Rettungswagen dürften auch um einiges länger sein. Zum Teil ist es sogar so, dass Ihnen eine Behandlung verweigert wird, wenn Sie nicht dafür zahlen können. Manchmal reicht es sogar aus, dass es nicht sicher ist, ob Sie die Kosten tragen können. So zum Beispiel, wenn Sie nach einem Verkehrsunfall im Koma liegen und daher keine Angaben machen können, und auch keiner Ihrer Angehörigen erreichbar ist.

Ihre finanzielle Lage

Das benötigte Budget ist zum Teil sehr unterschiedlich. Es kommt zum einen darauf an, wo genau Sie hin wollen, denn in Norwegen sind die Lebenshaltungskosten z. B. höher als in Uruguay. Zum anderen ist natürlich Ihr ganz persönlicher Lebensstandard zu berücksichtigen. Sicher, man kann in Paraguay beispielsweise auch mit 300 Euro im Monat über die Runden kommen, jedoch möchten Sie sich mit Ihrer Auswanderung doch sicher auch verbessern.

Sind Sie in der glücklichen Position und beziehen bereits Ihre Altersrente oder erwarten diese in nächster Zeit, haben Sie damit bereits ein großes Problem vom Hals. Wer nicht über ein solch festes Einkommen verfügt, muss sich wohl oder übel mit dem Gedanken anfreunden zu arbeiten. Arbeit findet man eigentlich immer und überall. Es stellt sich nur die Frage, ob Sie wirklich für umgerechnet 150 Euro im Monat sechs Tage die Woche einen Job machen möchten, den Sie noch nicht einmal besonders mögen.

Sie sollten sich also im Vorfeld genau über die wirtschaftliche Situation, insbesondere den Arbeitsmarkt Ihres Wunschlandes, informieren. Achten Sie hierbei explizit auf die gesetzlichen Bestimmungen für Ausländer, denn das sind Sie dort.

Die Verständigung

Dies ist das wohl einer der wichtigsten Punkte. Da Sie wohl kaum davon ausgehen können, dass die heimische Bevölkerung aus heiterem Himmel fortan Deutsch spricht, sollten Sie sich diesen Punkt sehr zu Herzen nehmen. Insbesondere wenn Sie auf Arbeit angewiesen sind, ist das Beherrschen der landeseigenen Sprache unverzichtbar. Belegen Sie also so früh wie möglich einen Sprachkurs. Kaum zu glauben, aber wahr: Es kommt immer wieder vor, dass Auswanderer von sich glauben, sie seien gut auf alles vorbereitet und wandern dann voller Zuversicht in ein fremdes Land aus. Dort angekommen, überholt sie dann oft die ernüchternde Wahrheit mit Schallgeschwindigkeit und der Traum vom tollen Leben in der Ferne zerplatzt wie eine Seifenblase. Was ist passiert? Ganz klar waren diese Auswanderer eben nicht gut auf alles vorbereitet oder haben sich von teuren Einwanderungshelfern unter falschen Tatsachen anlocken lassen. Zudem sollten Sie sich bewusst machen, dass Sie nicht auf alles vorbereitet sein können.

Daher der Tipp: Bereiten Sie sich darauf vor, dass Sie nicht auf alles vorbereitet sind! Rechnen Sie hierzu ca. 10 % Ihres kalkulierten Startkapitals für die Bewältigung unvorhergesehener Kosten hinzu. So sind Sie schon einmal in der Lage, ein paar Tiefschläge einzustecken, ohne gleich ins Trudeln zu geraten.

Der Umzug: Jetzt wird es ernst!

Jeder dritte Bundesbürger träumt vom Auswandern, doch die wenigsten wagen den Start, weil es für viele eine Fahrt oder einen Flug ins Ungewisse bedeutet. Daheim Freunde, Bekannte, den Job und Familie aufzugeben, ist eben nicht leicht getan. Dieser neue Schritt in eine ungewisse Zukunft, eventuell mit Frau und Kindern, soll wohlüberlegt sein. Klappt es nicht in der neuen Heimat, steht man am Ende finanziell ausgebrannt da und weiß nicht, wie man wieder mit Sack und Pack den Rückzug in die alte Heimat antreten soll.

Ist der Entschluss erst einmal gefasst, muss vorher alles gekündigt werden – Wohnung, Strom, Versicherungen usw. Danach geht es an den Hauptpunkt, nämlich den Umzug. Gerade hier lauern extrem viele Fallstricke, die Sie nur durch gute Planung und einen zuverlässigen Partner umgehen können.

Eine Spedition wird in jedem Fall benötigt zum Abtransport der Möbel und des Hausrats. Findet ein Umzug nach Übersee statt, regelt die Spedition den Versand in einem Container, welcher dann per Schiff in das neue Heimatland befördert wird. Innerhalb Europas liefert die Spedition direkt an die neue Adresse. Sie kennt sich auch mit den Zollbestimmungen am besten aus, so dass mit Problemen nicht zu rechnen ist.

Unterschiedliche Länder bedeutet auch unterschiedliche Regeln. Es gibt Länder, wo Sie nur mit Geld etwas anfangen können und nach drei Monaten wieder das Land verlassen müssen, wenn Sie sich nicht vorher eine Aufenthaltsgenehmigung für 1 – 5 Jahre besorgen und damit verbunden ein gewisses Kapital nachweisen. In diesem Fall ist der Umzug kein Problem und das Auswandern auch nicht, denn sonst können Sie dort weder Strom noch Telefon beantragen.

Häufig macht es mehr Sinn, die alten Möbel beim Auswandern in Deutschland zu belassen, da der Umzug teurer ist als neue Möbel zu kaufen. Es handelt sich dabei immer um ein großes logistisches Unterfangen. Klären Sie solche Punkte unbedingt im Vorfeld mit Ihrer Spedition, sie kann mit ihrer Erfahrung nach der günstigsten und besten Lösung suchen.